Fibonacci Strategie (Roulette)

Fibonacci ist eine Setzstrategie die beim Roulette vorwiegend als Verlustprogression gespielt wird; vereinzelt wird sie auch als Gewinnprogression angewandt - dies ist aber eher selten, deswegen konzentrieren wir uns hier auf die Fibonacci Verlustprogression für Roulette.

Wie funktioniert Fibonacci?

Die Einsätze in den Progressionsstufen summieren sich – dies bedeutet, dass die Höhe des nächsten Einsatzes immer aus der Summe der beiden vorangegangen Einsätze gebildet wird. Die Ausnahme dieser Regel sind die ersten beiden Stufen. 

Progressionsstufen: 1 - 1 - 2 - 3 - 5 - 8 - 13 - 21 - 34 - 55 - 89 - 144 - 233 - 377 - 610 ...

Man beachte, dass z.B. "5" die Summe aus den beiden vorangegangenen Einsätzen ist (2+3). Gleiches gilt natürlich auch für die nachfolgenden Stufen.

  • Verliert man einen Einsatz, dann geht man eine Stufe nach oben
  • Trifft man, dann geht man eine Stufe zurück
  • Sobald man zwei Treffer in Folge hat, geht man wieder zum Anfang zurück

Im Gegensatz zur Martingale Strategie steigen die Einsätze bei der Fibonacci Strategie nicht so steil an. Längere Verlustserien sind daher nicht so kapitalintensiv wie bei der Martingale und lassen sich besser bewältigen. Der Nachteil der Fibonacci Strategie ist aber, dass man einen Doppeltreffer braucht um die vorangegangen Verluste auszugleichen. Die Tabelle unten zeigt die Steigerungsstufen der Fibonacci im Vergleich zur Martingale bzw. Super Martingale. Es wird deutlich, dass man mit der Fibonacci auch längere Verlustserien mit relativ wenig kapital überstehen kann. Vor allem in den oberen Progressionsstufen wird der Unterschied zu den anderen Strategien immer extremer.

 Serie 1  2  3 5 7 8 9 10
 Fibonacci (Einsatz) 1 1 2 3 5 8 13 21 34 55
 Martingale (Einsatz) 1 2 4  8  16 32  64 128 256 512
 Super Martingale (Einsatz) 1 3 7 15  31 63  127 255 511 1023

Im der nächsten Tabelle wurde eine beispielhafte Roulette Permanenz auf einfache Chancen (z.B. rot/schwarz, gerade/ungerade, 1-18,19-36) angenommen. Man spielt nach der Fibonacci Strategie und zum Vergleich wurden auch die Einsätze mit der Martingale Strategie simuliert um einen besseren Vergleich zwischen den Vor- und Nachteilen der jeweiligen Strategie zu bekommen.

 Serie Einsatz   G/V   Ges   Einsatz M G/V M
 V 1   -1   -1   1 -1
 V 1   -1   -2   2 -3
 V 2   -2   -4   4 -7
 V 3   -3   -7   8 -15
 V 5   -5   -12   16 -31
 V 8   -8   -20   32 -63
 V 13   -13   -33   64 -127
 G 21   +21   -12   128 +1
 V 13   -13   -25   1 0
 V 21   -21   -46   2 -2
 V 34 -34 -80 4 -6
 V 55 -55 -135 8 -14
 G 89 +89 -46 16 +2
 G 55 +55 +9 1 +3

Bei der oben angenommenen Roulette Permanenz kommt bereits zu Beginn eine 7er Verlustserie. Während man bei der Fibonacci beim nächsten Coup nur 21 Einheiten setzen muss, so wären es bei der Martingale bereits 128! Damit wird deutlich, dass die Fibonacci auch bei längeren Serien das Nervenkostüm des Roulettespielers halbwegs intakt lässt. Nun gewinnt man den 8. Coup und darauf folgt eine neuerliche 4er Verlustserie. Bei der Martingale hat man nach dem Treffer wieder beim Grundeinsatz von 1 angefangen. Bei der Fibonacci bewegt man sich hingegen noch immer in hohen Progressionsstufen, da man einen Doppeltreffer braucht um einen Gewinn zu erzielen. Am Ende gibt es diese beiden Treffer in Folge und bei dieser angenommen Permanenz macht man mit der Fibonacci ein Plus von 9 Einheiten, während es mit der Martingale nur 3 Einheiten wären.

Das Problem beim Spiel nach der Fibonacci Strategie sind also sogenannte „Intermittenzen“ (1er Serien) die auftreten wenn man sich schon in höheren Progressionsstufen befindet. Treten vermehrt Intermittenzen auf, dann „hängt“ man in den oberen Progressionsstufen fest und ist gezwungen hohe Einsätze zu tätigen. Schlussendlich kann dies dann zum Totalverlust des Spielkapitals führen. Wie oft kommen 1er Serien vor? Mathematisch betrachtet kommen bei 1000 Coups im Durchschnitt 486 Intermittenzen auf einfache Chancen. Dies ist der mathematische Erwartungswert, wobei die tatsächliche Anzahl natürlich Schwankungen unterworfen ist.

Was spricht für die Fibonacci beim Roulette?

  • Durch die relativ flachen Einsatzsteigerungen kann man auch ungewöhnlich lange Serien "überleben" ohne dabei einen Kapital-Platzer zu erleiden. Selbst nach einer 10er Serie wäre der nächste Einsatz beim Spiel nach Fibonacci "nur" 89 Einheiten. Im Vergleich dazu wären es bei der Verdopplungsstrategie Martingale ganze 1024 Einheiten

  • Man kann die Fibonacci auch sehr gut auf Dutzende oder Kolonnen beim Roulette anwenden. Die Verlustserien bei Drittelchancen wie Kolonnen und Dutzenden sind natürlich länger als wenn man nur auf rot/schwarz spielt. Die flachen Einsatzsteigerungen bei der Fibonacci machen aber selbst das Spiel auf Drittelchancen noch immer relativ kapitalschonend.

  • Die Tilgungskraft ist trotz der relativ moderaten Einsatzsteigerungen noch immer gut. Man benötigt "lediglich" einen Doppeltreffer um nach einer Verlustserie wieder im Plus zu landen

  • Im Vergleich zur Martingale kann der Grundeinsatz bei der Fibonacci durchaus höher liegen. Bei einem Grundeinsatz von 5 Euro je Coup, wäre in der sechsten Stufe ein Einsatz von 40 Euro (=8*5) fällig. Bei der Martingale wären es in der sechsten Stufe bereits 160 Euro (=32*5). Ein höherer Grundeinatz bedeutet, dass man auch mehr gewinnt wenn die Strategie erfolgreich ist. 

Was spricht gegen die Fibonacci beim Roulette?

  • Wenn vermehrt "Intermittenzen" (1er Serien) auftreten, dann gerät man mit dem Spiel nach Fibonacci rasch in Probleme. Da man immer einen Doppeltreffer benötigt um zum Anfang zurückgehen zu können, sorgen die Intermittenzen dafür, dass man womöglich in den höheren Progressionsstufen hängen bleibt.

  • Auch das Spiel nach der Fibonacci Strategie kann nichts daran ändern, dass Roulette ein Spiel mit negativem Erwartungswert für den Spieler ist. Je länger man spielt bzw. je mehr Coups gespielt werden, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass man im Minus landet.

Online Casinos für die Fibonacci Strategie

Da die Fibonacci eine flache Progression ist, geht es hauptsächlich darum ein Online Casino zu finden in dem der Maximaleinsatz hoch ist. Nach 10 Progressionsstufen liegt der Einsatz beim 55-fachen des Grundeinsatzes, und es macht eben einen Unterschied ob man einen Grundeinsatz von 1 Euro oder 10 Euro wählt.

Hohe Maximumeinsätze beim Roulette werden beispielsweise im Casino Club geboten; dort können selber französische Roulette-Tische eröffnet werden, auf denen ein Tischmaximum von 5.000 Euro zulässig ist. Im Intercasino gibt es die Möglichkeit mit einem Tischmaximum von bis zu 10.000 Euro zu spielen. Allerdings handelt es sich dabei um europäisches Roulette (keine Zeroteilung!) und der Mindesteinsatz liegt bei 100 Euro.

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