Egal ob beim offline oder online Roulette, der Roulettekessel hat 37 Zahlen. Davon sind 18 Zahlen rot und 18 Zahlen schwarz und dann ist da natürlich auch noch die grüne Zéro (beim amerikanischen Roulette sind es 38 Zahlen, da es neben der Zéro „0“ auch noch die Doppelnull „00“ gibt).
Die nächste Frage muss lauten - kann man diese Erkenntnis zum eigenen Vorteil nutzen und daraus ein gewinnbringendes Roulette-System basteln? Nein, denn obwohl das zwei Drittel Gesetz die Basis für zahlreiche Roulette-Systeme bildet, gibt es kein System welches einen Langzeittest (z.B. über 1 Million Coups) bestehen würde. Wäre es tatsächlich so, dass innerhalb von 37 Coups immer nur maximal 24 Zahlen erscheinen, dann wäre das Roulette-Rätsel schon längst gelöst. Das Problem liegt in der zuvor erwähnten Schwankungsbreite. Theoretisch kann es sein, dass innerhalb von 37 Coups tatsächlich alle 37 Zahlen jeweils einmal erscheinen oder aber auch, dass 37 mal hintereinander die gleiche Zahl erscheint.
Leider ist es keineswegs erstaunlich, dass innerhalb von 37 Coups durchschnittlich nur 24 verschiedene Zahlen erscheinen, denn damit folgt der „Zufall“ nur mathematischen Gesetzen. Warum? Nun, die Wahrscheinlichkeit, dass eine Zahl innerhalb von 37 Coups gar nicht erscheint liegt bei 36% und dies gilt für alle Zahlen; und 36% sind bekanntlich ca. ein Drittel. Demzufolge liegt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Zahl innerhalb von 37 Coups erscheint bei ca. zwei Drittel. Dies gilt auch für alle Zahlen und daher hat das zwei Drittel Gesetz auch seinen Namen.
Ernüchternd bleibt festzustellen, dass das zwei-Drittel-Gesetz keineswegs ein „Ausrutscher“ des Zufalls ist, sondern – wie das gesamte Roulettespiel – mathematischen Gesetzen folgt. Das bestätigt lediglich was Skeptiker von Roulette-Systemen ohnehin wissen – mathematisch ist Roulette langfristig nicht zu besiegen.